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Umsetzung der Ziele

Für die Realisierung dieses Vorhabens werden insgesamt fast 29 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Diese Mittel werden zu 72,8 % vom Bund und zu 19,4 % vom Land Mecklenburg-Vorpommern aufgebracht.

Entscheidungen über den Einsatz dieser doch recht erheblichen finanziellen Mittel erfordern natürlich eine fundierte wissenschaftliche Grundlage. Der Zweckverband “Peenetal-Landschaft” hat dazu eine Pflege- und Entwicklungsplanung in Auftrag gegeben, die hinsichtlich ihrer Breite und Tiefe in Deutschland wohl Pioniercharakter trägt. Der Pflege- und Entwicklungsplan für das Untere Peenetal wurde im Auftrag des Zweckverbandes vom Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz Greifswald erarbeitet. Dafür wurden insgesamt 1,6 Mio. Euro bereitgestellt.
Für die Durchführung des Vorhabens stehen die Förderiunstrumente "Grunderwerb", "Extensivierung" und "Optimierung" zur Verfügung.

nach obenGrunderwerb

Der Grunderwerb wird als Hauptförderinstrument des Gesamtprojektes betrachtet. Insgesamt stehen dafür ca. 10,6 Mio. Euro zur Verfügung.Die durchschnittlichen Ankaufspreise liegen bei 1.000 bis 1.500 Euro/ha + Nebenkosten (Steuern, Gebühren, Notarkosten, Kosten der Landgesellschaft M-V).
Der vorgegebene Finanzrahmen ermöglicht den Ankauf von etwa 25 bis max. 30 % der Kernzonenfläche. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, strenger Auswahlkriterien für die anzukaufenden Flächen. Angekauft werden vorrangig, besonders gefährdete bzw. besonders schützenswerte Flurstücke.
Der Grunderwerb wird durch die Landgesellschaft M-V im Auftrag des Zweckverbandes “Peenetal-Landschaft" realisiert.


nach obenExtensivierung

Die Extensivierung ist ein sekundäres Förderinstrument und prinzipiell nur auf Flächen möglich, die nicht angekauft werden können. Gegenstand ist die Aushandlung von Verträgen über eine naturschutzgerechten Nutzung mit Landwirten. Dabei stehen ca. 11,6 Mio. Euro für Ausgleichszahlungen für entgangene Gewinne zur Verfügung.
Die Auszahlung der Extensivierungs-Verträge (Ex- Verträge) erfolgt in kapitalisierter und abgezinster Form. Ausgehandelt werden Ausgleichssummen zwischen 200 und 280 Euro/ha (abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Bewirtschaftung). Nach Abzinsung verbleiben zwischen 130 und 160 Euro/ha. Diese Summe wird mit der Zahl der Vertragsjahre multipliziert und kommt bei Abschluß des Vertrages insgesamt zur Auszahlung.

Sinn dieser Auszahlungsform ist es, den Landwirten größere Summen zur Verfügung zu stellen, um sie in die Lage zu versetzen, sich auf eine dauerhafte naturschonende Wirtschaftsform umzustellen , da für die Umsetzung oft spezielle Technik benötigt wird..

Mit den Verträgen verbinden sich für die Landwirte einige Auflagen

 

nach obenOptimierung

Die Optimierung umfaßt Maßnahmen der Biotopeinrichtung und Erstpflege, z.B. Erstmahd von Feuchtwiesen, Entbuschung von verstrauchenden Freiflächen, aber auch Maßnahmen zur Renaturierung des hydrologischen Systems (Verschließen von Fanggräben, Ausdeichung), einschließlich notwendiger Planungsverfahren. Es stehen ca. 2,1 Mio. Euro zur Verfügung.Sie stützt sich hauptsächlich auf ABM-Kräfte, steht aber auch ortsansässigen Landwirten zur Verfügung. Bisher wurden hierfür vorrangig private Spendengelder genutzt.


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webmaster@peenetal-landschaft.de letzte Aktualisierung am  24.04.2002